Heute sprechen wir wieder einmal mit 2 Wissenschaftlerinnen über Ihre Forschung. Es geht um ein oftmals spannungsauslösendes Thema die Besuchskontakte. Frau Christina Rothdeutsch-Granzer und Frau Carmen Hofer-Temmel haben erforscht, wie die Perspektive von Pflegekindern und deren Eltern auf das Thema Besuchskontakte ist. Und sie haben das sogenannte Kreismodell entwickelt, das alle Beteiligten dabei unterstützt Besuchskontakte möglichst spannungsfrei zu gestalten. Ihre Erkenntnisse haben Sie in ihrem Buch „Selbst sicher sein“ veröffentlicht.

Es ging um folgende Fragen rund um das Thema „Pflegekinder und Besuchskontakte“

  • Wie kam es zur Idee, dieses Thema genauer in den Blick zu nehmen?
  • Sie nehmen deutlich die Beteiligtenperspektive (Kinder, Pflegeeltern, Herkunftseltern) als Forscherinnen ein und machten die Erfahrung, wie schwer es war tatsächlich mit den Beteiligten, besonders mit den Kindern darüber ins Gespräch zu kommen.
  • Wie haben Sie das gelöst und welche Schlussfolgerungen haben Sie daraus gezogen.
  • „Bindung stets als ein Angebot der Eltern an die Kinder zu betrachten (ist). Bindung sollte nie eine Verpflichtung der Kinder gegenüber den Erwachsenen sein. Diese Haltung lässt sich auch auf Besuchsregelungen übertragen. Besuchskontakte sollen vor allem dem Kind und seiner Entwicklung dienen und ihm nicht schaden. Sie sind vor allem ein Recht des Kindes, nicht aber seine Pflicht“ steht auf S. 128 Ihres Buches. Können Sie dazu vor dem Hintergrund Ihrer Erfahrungen bei der Forschung etwas genauer sagen, da dies gerade oft ein Diskussionspunkt in der Praxis ist.
  • Sie sprechen von dem Kreisel Modell in Verbindung mit dem dreiteiligen autonomen Nervensystem nach Stephen Porges.
  • Welche Bedeutung haben diese Modelle aus Ihrer Sicht für die Gestaltung von Besuchskontakten? Was sagt Ihre Forschung dazu? Und wie würden Sie das auf die Praxis anwenden?
  • Welche Erfahrungen haben Sie gemacht, wenn Sie Rückmeldungen an die beteiligten Besuchsbegleitungen gemacht haben und wie haben diese darauf reagiert?
  • Welche Empfehlungen geben Sie generell für die Gestaltung von Besuchskontakten im Pflegekinderwesenbereich?
  • Wie haben Sie bisher Ihre Erkenntnisse weitergeben und wie tun Sie dies zukünftig? Stehen vielleicht auch neue Projekte an?
  • Was würden Sie sich für die Gestaltung von Besuchskontakten im Pflegekinderwesen für die Pflegekinder, die Eltern der Kinder und die Pflegeeltern wünschen?
Förderverein Pflegekinder

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