Babys schreien – das ist völlig normal. Mit dem Schreien machen sie deutlich: „Ich brauche etwas.“ Für Eltern kann das trotzdem anstrengend sein, besonders nachts oder bei häufigem Schreien. Die Gründe sind unterschiedlich: Babys haben Hunger, brauchen Nähe und Zuwendung, sind übermüdet oder überreizt. Auch volle Windeln, neue Umgebungen oder ungewohnte Personen können Unruhe auslösen. In den ersten Wochen schreien Babys oft auch ohne erkennbaren Grund, meist am späten Nachmittag oder Abend.

Von Schreibabys spricht man, wenn ein Kind an drei Tagen pro Woche länger als drei Stunden schreit. Hiervon ist etwa jedes fünfte Baby betroffen. Früher wurde oft davon ausgegangen, dass Verdauungsprobleme der Grund hierfür sind, inzwischen weiß man aber, dass dies nicht der Fall ist.

Für Eltern ist das belastend und Gefühle wie Hilflosigkeit oder Wut sind in einer solchen Situation normal. Wichtig ist: Babys niemals schütteln – das kann schwere Hirnverletzungen verursachen, die Behinderungen oder sogar den Tod des Babys zur Folge haben können. Wenn Sie sich überfordert fühlen, legen Sie das Kind sicher ins Bett, verlassen kurz den Raum und holen Hilfe bei Kinderarzt, oder -ärztin, Jugendamt[1] oder einer Schreiambulanz.[2]

Tipps für den Alltag:

  • Tragen Sie Ihr Baby regelmäßig
  • beschäftigen Sie es liebevoll in Wachzeiten
  • gehen Sie an die frische Luft
  • und halten Sie feste Tagesabläufe ein.

Das gibt Babys Sicherheit und entlastet auch die Eltern.[3]

Quellen:

[1] Largo, Remo H. (2024): Babyjahre. Entwicklung und Erziehung in den ersten vier Jahren. 7. Auflage. Piper: München. S. 242-252

[2] Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH)
im Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) (2025): Suche Schreiambulanzen. URL: https://www.elternsein.info/suche-schreiambulanzen/ (zuletzt aufgerufen am 15.10.2025)

[3] Largo, Remo H. (2024): Babyjahre. Entwicklung und Erziehung in den ersten vier Jahren. 7. Auflage. Piper: München. S. 242-252