Nicht nur der Konsum von Alkohol, sondern auch Rauchen und der Konsum anderer Drogen wie Cannabis, Heroin oder Amphetamine in der Schwangerschaft können die Gesundheit des Kindes schädigen und zu lebenslangen Beeinträchtigungen und Behinderung führen. Zudem wird das Kind schon im Mutterleib selbst abhängig und macht nach der Geburt alle Entzugserscheinungen durch. Bitte klicken Sie die einzelnen Kacheln an, um mehr zu erfahren.[1]
Nimmt die werdende Mutter in der Schwangerschaft vermehrt Psychostimulanzien wie Nikotin und Amphetamin oder auch in erhöhten Dosen Koffein ein, erhöht sich das Risiko beim Kind für neurologische und psychiatrische Probleme. Bleibende Hirnschäden sind möglich und die Gefahr von Epilepsie ist erhöht.[2]
Kinder von Raucherinnen zeigen oftmals Entwicklungsverzögerungen und ein zu geringes Geburtsgewicht. Sie haben häufig mit verzögerter geistiger Entwicklung, Lernproblemen, Hyperaktivität und unterschiedlichen chronischen Krankheiten zu kämpfen. Auch der plötzliche Kindstod kommt häufiger vor als bei Kindern von Nichtraucherinnen.
Amphetamine wie zum Beispiel Speed und Crystal Meth und Ecstasy behindern das Föten-Wachstum und führen zu einer verminderten Sauerstoff- und Nahrungszufuhr bei der Mutter. Die Folge können Auffälligkeiten in der Entwicklung des Gehirns, Wachstumsstörungen, Fehlbildungen und eine gestörte motorische Entwicklung sein.
Die Einnahme von Heroin wie auch die von starken Schmerzmitteln (zum Beispiel Morphine) während der Schwangerschaft führt beim Ungeborenen zu Wachstumshemmungen und in über 50% der Fälle zu einer Frühgeburt. Spätere Störungen der Lern- und Verhaltensentwicklung sind weitere mögliche Folgen. Heroin und Morphine bewirken zudem eine schnelle Abhängigkeit bei Mutter und Kind, die oft nicht gleich bemerkt wird.
Nach der Geburt zeigen Babys, die in der Schwangerschaft Heroin oder Substituten ausgesetzt waren, extreme Entzugserscheinungen: hierzu zählen Atemnot, Fieber, Krampfanfälle, Reizbarkeit, Ruhelosigkeit, Schwierigkeiten beim Trinken und Durchfälle. Das Kind muss dann in der Regel für mehrere Wochen stationär behandelt werden.[3]
[1] Vgl. Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2026): Drogen in der Schwangerschaft. URL: https://www.bundesstiftung-mutter-und-kind.de/bumuki/informationen/drogen-in-der-schwangerschaft-203150 (zuletzt aufgerufen am 26.04.2026).
[2] Vgl. Medizinische Universität Wien (2019): Schwangerschaft: Kaffee, Nikotin und Amphetamine aktivieren „Hot Spots“ im Gehirn des Ungeborenen Erhöhtes Risiko für spätere neurologische und psychiatrische Probleme. URL: https://www.meduniwien.ac.at/web/ueber-uns/news/detailseite/2019/news-im-dezember-2020/schwangerschaft-kaffee-nikotin-und-amphetamine-aktivieren-hot-spots-im-gehirn-des-ungeborenen/ (zuletzt aufgerufen am 26.04.2026).
[3] Vgl. Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2026): Drogen in der Schwangerschaft. URL: https://www.bundesstiftung-mutter-und-kind.de/bumuki/informationen/drogen-in-der-schwangerschaft-203150 (zuletzt aufgerufen am 26.04.2026).